Kategorie: Querflöten-Welt
Eine bewegende Woche

Bewegung und Veränderung ergibt Entwicklung
- Diese Woche habe ich so großartige Entwicklungsschritte bei meinen Schüler: innen erleben dürfen.
- Das waren Entwicklungen des persönlichen Mind-Sets, der kreativen Ideen, der Freude, der Erkenntnisse, der Stärkung, im Fortschritt der Spieltechnik und des persönlichen Wachstums.
Der Kleine Klick im Mind-Set, aber große Wirkung
- Meine Schüler "XY" hat eine ganz besondere Gabe. Sie spielt so unfassbar gut nach Gehör, da würden Andere sie hegtigst drum beneiden. Aber wie das so ist, auch sie wünscht sich das zu können, was sie noch nicht so gut beherrscht. In ihrem Fall: das Musizieren nach Noten. Sie kann Noten lesen, aber danach zu spielen ist viel anstrengender als ihrem Ohr zu folgen. Mitten in einer Lebens-Umbruchphase sollte nun auch noch das gelingen. Das Ergenis war erwartbar - Frustration. Als allererstes ging natürlich die Freude und Erfüllung flöten, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Atemfluss stockte. Eine Spirale der Unzufriedenheit begann.
Wir haben dann an ihrem Mind-Set gearbeitet - ihren Fokus neu ausgerichtet. Viele Fragen gestellt.
- Das Ergebnis?
Es muss nicht immer ein festes Ergebnis erspielt werden. Es darf auch einfach nur Spass machen! Alles hat seine Zeit!
DAS Schülerkonzert
- Meine Schülerin "AB" ist sehr, sehr kreativ. Sie liebt es frei zu spielen und Musik mit anderen Kunstformen zu verbinden.
Da meine Schüler: innen von Anfang lernen, dass Konzerte keine Dressur-Darbietungen sind, findet jedes Konzert unter einem bestimmten Thema statt.
- Ich fragte deshalb meine Schülerin, ob sie dazu einen spontanen Wunsch hat. Pfeilschnell kam ihre Antwort - natürlich hatte sie eine Idee. Das Thema ist so prägnant, wunderschön und hoch aktuell. Wir haben es sofort eingeloggt und das Feedback der anderen Schüler: innen eingeholt. Es wurde einstimmig angenommen.
Es wird natürlich noch nicht verraten.
Persönliche Transformationen - Das instrumentale Feedback
- Es ist nicht immer leicht auszuhalten, die eigenen Schwierigkeiten wahrzunehmen und zu erkennen. Aber, gerade dann dran zu bleiben ist schon eine große persönliche Transformation und Leistung. Wer kennt sie nicht die Ungeduld.
Meine Strategie- und Hilfestellung ist in solchen Phasen die Zuverlässigkeit der kleinen Schritte. Mut machen, den Blick auf die bereits gemachten Erfolge lenken. Denn die werden gerne übersehen.
Körperwahrnehmung - Rhythmus im Puls
- "MU" nimmt seit dieser Woche ganz bewusst und intensiv ihre Temposchwankungen im Spiel wahr. Aus Angst vor schweren Passagen steigt sie aus dem Metrum aus und findet nur schwer oder gar nicht wieder zurück. Dafür gibt es natürlich Gründe, die sie auch erkennt, aber wie kann man dafür eine Lösung finden.
Die Lösung ist: sich das Metrum, das Tempo, den gleichmäßigen Puls zunutze machen. Langsam üben, aber dafür gleichmäßig, denn das ist es was der Rhythmus braucht.
- Das war für meine Schülerin ein so tolles Erlebnis, es körperlich zu fühlen, wie es ist im Puls zu spielen. Im Puls beginnt der Flow. Und dieses Erleben ist natürlich ein riesiger Motivationsschub.
Der Kleine Zwischenraum - Die Variationen des Übens
- Wider die preußischen Tugenden der Pflichterfüllung. Klugheit statt monotoner, ermüdender Drill.
- Musiker: innen sind in ihrem Spiel Timing-Spezialist: innen. Diese Präzisionsarbeit und Differenziertheit lässt sich aber auch auf alle Strukturen des Lebens übertragen. Ganz besonders auf die Zeitstruktur eines Tages.
- Meine Schülerin "PP" hat ihr Mind-Set so umgestellt, dass sie es jetzt schafft, die kleinen Nischen des Tages zur instrumentalen Übe-Entspannung zu nutzen. Sich eine kleine Mini-Aufgabe zu nehmen in einem kleinen Zeit-Zwischenraum.
- Diese Woche war ihr Moment des Erkennens, nämlich wie viel diese Variante des Übens bringt.
Viele kleine Einheiten sind wirksamer als 1 x in der Woche Marathonüben. Denn dabei fehlt die Wirkung der Wiederholung.
Musikalische Lebensfreude pur! Mit meiner Herzensgruppe
- Diese wundervollen Menschen, die alle mit einer Behinderung leben, ist hinreißend! Wenn Menschen, die sich als nicht behindert definieren, wüssten was ihnen alles fehlt, was behinderte Menschen aber haben, dann würden wir gar nicht mehr diese Unterscheidung vornehmen.
- Sie leben Emotionalität. Das was wir überall woanders oft schmerzlich vermissen. Und genau so machen sie auch Musik. Aus dem Bauch, der Freude und Begeisterung.
- Egal wie ihre Sprachfähigkeit ist, sie singen, sie trommeln und sind besonders taktsicher.
- Ich fühle mich immer beschenkt, wenn ich nach unserer gemeinsamen Stunde nach Hause fahre.
Sie zeigen sich in ihrer ganzen Herzlichkeit!
Nachklang
Musik bewegt von innen nach außen und umgekehrt.
Sie hat die transformative Kraft für Veränderung und für die persönliche Entfaltung.
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Herzlichst Christine Thomsen